Grafik Adobe Stock matoommi

Hautaufbau_geändert.jpg

 

Unsere Haut

Um die Haut optimal pflegen zu können, ist etwas Wissen über deren Aufbau von Vorteil.

Deshalb hier ein sehr kurzer Exkurs über den "Hautaufbau":

Unsere Haut besteht aus drei Schichten.

Die oberste Schicht, die Oberhaut - hier wirkt Kosmetik vor allem! -  dient als Schutz und Barriere.

An vielen Stellen ist die Oberhaut gerade so dünn wie ein Blatt Papier!

 

 

 

 

Die Oberhaut besteht hauptsächlich aus abgestorbenen Hornzellen, einem natürlichen Säureschutzmantel, bestehend aus Schweiß und Fetten aus den Talg- und Schweißdrüsen und einer Mischung der verschiedensten Mikroorganismen - dem Mikrobiom der Haut.

Ein ausgewogenes Verhältnis der "Besiedler" (Bakterien, Pilze und Viren) unterstützt und hilft der Haut u.a. bei der Wundheilung und schützt vor dem Eindringen unerwünschter "Besucher".

Auch der natürliche Säureschutzmantel der Haut verhindert, dass sich schädliche Bakterien ansiedeln können.

Durch die tägliche Reinigung mit waschaktiven Substanzen wird dieser Schutzmantel und das Mikrobiom der Haut angegriffen und zerstört.

Fast 24 Stunden benötigt unserer Körper, um diesen Schutz  wieder aufzubauen!

Die Lederhaut besteht aus gut durchblutendem Bindegewebe. Darin eingebettet befinden sich viele kleine Blut-, Nerven- und Lymphgefäße, ein Netzwerk aus Kollagen- und Elastinfasern, Schweissdrüsen und Haarwurzeln mit den Talg- und Duftdrüsen. Über die Blutgefäße werden Nährstoffe und Sauerstoff an die Oberhaut abgegeben. Zwischen den Kollagen- und Elastinfasern ist ein Gel eingelagert, das große Mengen an natürlicher Hyaluronsäure enthält - das Wasserreservoir unserer Haut. Sie erhält dadurch Spannkraft und Elastizität.

Dem altersbedingten Abbau der kollagenen und elastinen Fasern kann man nur bedingt entgegen wirken.

Zu lange und häufige Sonnenbäder zerstören diese Fasern!

Die Unterhaut ist reich an Fettzellen und lockerem Bindegewebe. Sie dient vor allem als Wasser- und Energiespeicher, zur Wärmeisolation und als Schutz vor Stößen. Im Fettgewebe der Haut werden auch verschiedene Hormone produziert.

Gesunde Haut benötigt Nährstoffe, Licht, Luft und Wasser

Gepflegt wird die Haut von außen. „Ernährt“ vor allem von innen über feinste Blutgefäße. Eine gute Durchblutung (angeregt z.B. durch Massagen, Bürsten, Saunabesuche und Bewegung in frischer Luft), vitalstoffreiche, gesunde Ernährung, eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme unterstützen die Hautgesundheit.

Und  – auch sehr wichtig – ein gesunder Darm!

Mein Hautzustand?

               Sensible Haut

                                                   Reife Haut                                   Trockene Haut

                                                                                                                   Ölige, unreine Haut

Kaltgepresste Bio-Pflan­zen­öle, Butter und Wachse sind voll von aktiven Wirkstoffen, wie Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie werden vollständig von der Haut aufgenommen, da sie in ihrem Aufbau unserem Hautfett entsprechen. Sie dringen tief ein und unterstützen die Haut in ihrer Funktion. Sie stärken, schützen und regulieren die natürliche Hautschutzbarriere.

Reine Pflanzenwässer sorgen für Feuchtigkeit, die ätherischen Öle werden nach ihren Haut-pflegenden Eigenschaften und dem Hautzustand eingesetzt.

Reinigung und Gesichtspflege – auch hier ist weniger mehr!

Morgens:

Genügt zur Reinigung des Gesichtes  meist nur warmes bis kaltes Wasser oder

eine Paste mit Rügener Kreide. Bei sehr unreiner, öliger Haut hilft das Reinigungsöl oder auch eine Paste aus grüner Erde.

Gesichtswasser aufsprühen, damit die anschließende Pflege gut aufgenommen werden kann.

Auf die feuchte Haut eine Creme/Lotion nach Wahl auftragen und  sanft einmassieren.

So ist die Haut gut für den Tag geschützt.

 

Abends:

Wird kein Make up verwendet, reicht zur Reinigung des Gesichtes, bei einer normalen, empfindlichen oder trockenen Haut nur warmes Wasser oder eine Paste mit Rügener Kreide oder Wascherde völlig aus.

Unreine, fettige Haut wird mit einem Reinigungsöl, grüner Erde oder geschrotetem Leinsamen gereinigt.

Make up wird ebenfalls mit einem Reinigungsöl oder einem milden Duschgel entfernt.

Gesichtswasser aufsprühen und auf die feuchte Haut ein Gesichtsöl-Serum auftragen, sanft einmassieren. So kann die Haut über Nacht die wertvollen Inhaltsstoffe der Öle aufnehmen.

Auch bei der Haar- und Körperpflege muss nicht täglich

Shampoo oder Duschgel verwendet werden -

siehe Säureschutzmantel und Mikrobiom der Haut.

Meist reicht warmes Wasser aus.

Für Haut und Haare genügt ein Reinigungsmittel!

Grundsätzlich sollten milde Mittel (z.B. ein Zucker-Tensid) mit

einem leicht sauren pH-Wert sparsam angewandt werden.

Nur "Krisenherde" (Achseln, Füße, Intimbereich) können mit

intensiver gewaschen werden.

iStock-1170480702_edited.jpg