

Ein bisschen Hautwissen - warum weniger manchmal mehr ist
Um die Haut optimal pflegen zu können, ist etwas Wissen über deren Aufbau von Vorteil.
Deshalb ein kurzer Blick auf den Hautaufbau.
Unsere Haut besteht aus drei Schichten.
Die oberste Schicht, die Oberhaut - hier wirkt Kosmetik vor allem! - dient als Schutz und Barriere.
An vielen Stellen ist die Oberhaut gerade so dünn wie ein Blatt Papier!
Die Oberhaut (Epidermis) bildet die äußerste Schicht. Sie schützt und übernimmt eine wichtige Barrierefunktion. Die oberste Schicht der Oberhaut besteht aus verhornten Hautzellen und bildet gemeinsam mit Fetten, Schweiß und weiteren Bestandteilen den natürlichen Säureschutzmantel der Haut.
Auf unserer Haut lebt außerdem eine vielfältige Gemeinschaft von Mikroorganismen – das Hautmikrobiom. Es trägt dazu bei, ihr natürliches Gleichgewicht zu erhalten.
Deshalb braucht unsere Haut nicht möglichst viel Reinigung, sondern vor allem eine Reinigung, die die natürliche Schutzfunktion nicht stört.
Zu häufiges oder zu intensives Waschen kann den Säureschutzmantel und das Hautmikrobiom beeinträchtigen.
Die Haut braucht anschließend Zeit, um ihr natürliches Gleichgewicht wiederherzustellen.
Unter der Oberhaut liegt die Lederhaut (Dermis).
Hier befinden sich unter anderem Blut- und Lymphgefäße, Nerven, Haarwurzeln, Schweiß- und Talgdrüsen. Kollagen- und Elastinfasern bilden ein natürliches Wasserreservoir. Sie geben der Haut Stabilität, Spannkraft und Elastizität.
Mit zunehmendem Alter verändern sich unter anderem die Kollagen- und Elastinstrukturen.
Auch UV-Strahlung belastet die Haut langfristig.
Deshalb ist ein guter Sonnenschutz eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Haut möglichst lange gesund zu erhalten.
Die Unterhaut (Subcutis) besteht vor allem aus lockerem Bindegewebe und Fettgewebe.
Sie dient unter anderem als Energiespeicher, zur Wärmeisolierung und als Polster gegen Stöße.
Im Fettgewebe werden auch verschiedene Hormone gebildet.
Alle drei Hautschichten arbeiten miteinander – und bilden gemeinsam das, was wir als unsere Haut erleben.
Hautpflege beginnt nicht erst bei der Creme
Unsere Haut wird von außen gepflegt, aber ihr Zustand hängt auch von vielen anderen Faktoren ab.
Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stress, Klima und Lebensgewohnheiten beeinflussen, wie sich unsere Haut anfühlt und aussieht. Auch die Jahreszeiten machen einen Unterschied.
Im Sommer braucht die Haut eine andere Pflege als im Winter.
Und auch im Laufe unseres Lebens verändert sich die Haut.
Deshalb finde ich es sinnvoller immer wieder hinzuschauen:
Wie fühlt sich meine Haut gerade an? Was braucht sie jetzt?
Welcher Hautzustand passt zu Dir?
Hautzustände sind nicht statisch.
Vielleicht ist deine Haut im Winter trocken und im Sommer ausgeglichener. Sicher verändert sie sich mit den Jahren oder reagiert plötzlich empfindlicher auf bestimmte Einflüsse.
Hier findest Du Informationen zu verschiedenen Hautzuständen
Pflanzen für die Haut
Für meine Naturkosmetik verwende ich kaltgepresste Pflanzenöle, Pflanzenbutter, Wachse und Pflanzenwässer.
Je nach Pflanze enthalten sie unterschiedliche Fettsäuren, Vitamine, Pflanzenbegleitstoffe und weitere natürliche Bestandteile.
Pflanzenöle und Pflanzenbutter halten die Haut geschmeidig und unterstützen ihre natürliche Barrierefunktion .
Wachse geben der Haut einen schützenden, pflegenden Film.
Pflanzenwässer ergänzen die Rezepturen als Feuchtigkeitsspender.
Auch ätherische Öle setze ich gezielt und in sorgfältig abgestimmten Mengen ein – vor allem wegen ihrer Duftqualität und ihrer Eigenschaften innerhalb der jeweiligen Rezeptur.
Mehr ist meistens nicht nötig.
Reinigung und Gesichtspflege - auch hier ist weniger mehr!
Unsere Haut kann vieles selbst.
Deshalb muss sie nicht morgens und abends mit vielen verschiedenen Produkten gereinigt werden.
Morgens
Bei normaler, trockener oder empfindlicher Haut genügt morgens für viele Menschen eine sanfte Reinigung mit lauwarmem Wasser.
Wer eine gründlichere Reinigung bevorzugt, verwendet beispielsweise eine milde Reinigung mit Rügener Kreide oder einer anderen Tonerde.
Bei öliger oder unreiner Haut ist ein passendes Reinigungsöl sinnvoll.
Anschließend ein Pflanzenwasser aufsprühen.
Die Pflege lässt sich besonders angenehm auf die noch leicht feuchte Haut auftragen.
Creme, Lotion oder Gesichtsöl – je nachdem, was deine Haut gerade braucht.
Abends
Wenn Du kein Make-up verwendet hast, braucht die normale, trockene oder empfindliche Haut häufig keine intensive Reinigung.
Lauwarmes Wasser oder eine milde Reinigung mit Rügener Kreide oder anderer Tonerde reichen aus.
Bei öliger oder unreiner Haut ist eine andere Reinigung sinnvoller, beispielsweise mit Reinigungsöl, grüner Erde oder geschrotetem Leinsamen.
Make-up lässt sich mit einem geeigneten Reinigungsöl oder einem milden Reinigungsgel entfernen.
Anschließend wieder Pflanzenwasser auf die Haut geben, ein Gesichtsöl-Serum auftragen, sanft einmassieren.
Über Nacht kann die Haut die wertvollen Inhaltsstoffe der Wirkstoff-Öle aufnehmen.
Und was ist mit Haaren und Körper?
Auch hier muss nicht unbedingt täglich mit Shampoo oder Duschgel gereinigt werden.
Je nach Haut und Haaren kann an manchen Tagen warmes Wasser völlig ausreichen.
Wenn ein Reinigungsmittel verwendet wird, sollte es mild sein und die Haut nicht unnötig beanspruchen.
Für die tägliche Körperpflege gilt deshalb auch hier:
Nicht möglichst viel – sondern so viel wie nötig.
Besonders dort, wo Schweiß und Geruch entstehen, ist eine gründlichere Reinigung sinnvoll.
Meine Empfehlung - beobachte Deine Haut
Sie verändert sich – durch die Jahreszeiten, das Alter, Hormone, Ernährung, Klima und vieles mehr.
Vielleicht braucht sie heute etwas anderes als vor einem Jahr.
Und vielleicht braucht sie manchmal auch einfach weniger.
Ich möchte mit meiner Naturkosmetik ihre natürlichen Funktionen unterstützen, durch
Sanfte Reinigung
Wertvolle Pflanzenöle
Pflanzenwässe.
Feine Buttern und Wachse