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Sonnenschutz Teil I - UV-B oder UV-A, LSF 20 oder besser 50+, mineralisch oder chemisch?

Aktualisiert: 8. Juli 2022

Es gibt viele Fragen zum Thema "Sonnenschutz".

Die folgenden Blog-Beiträge möchten über die positiven Seiten der Sonne, aber auch über ihre "Schattenseiten" informieren.


Der erste Teil enthält allgemeine Informationen zur UV-Strahlung, Lichtschutzfiltern und Lichtschutzfaktoren.

Der zweite Teil handelt von der Eigenschutzzeit, den Hauttypen und dem UV-Index.

Im dritten Teil geht es um die Unterschiede der UV-Strahlungen, der Infrarot-Strahlung und um Vitamin D.

Die Sonne ist die Quelle aller Energie. Nur mit ihrer Kraft ist die Photosynthese der Pflanzen möglich, ihr Licht und ihre Wärme fördern unser Wohlbefinden. Nur mit ihr können wir Vitamin-D herstellen.

Auch unser Immunsystem profitiert von einer moderaten Bestrahlung, ebenso unser Hautstoffwechsel. Das ist hilfreich bei Psoriasis und Neurodermitis.

Die negativen Auswirkungen von zu viel Sonne sind Sonnenbrand, Sonnenallergie, eine Schwächung des Immunsystems, Schäden am Erbgut der Hautzellen, Augenschäden, vorzeitige Hautalterung (Flecken, Falten, Verlust von Elastizität) bis hin zu Hautkrebs.


Wie bei vielen anderen Dingen macht auch hier die Dosis das Gift.


Neben dem sichtbaren Licht und Wärme schickt uns die Sonne auch andere Strahlen: ultraviolette Strahlung und Infrarot-Strahlung.

UV-A-Strahlung dringt tief in die Haut ein. Sie schädigt das Erbgut und führt zu vorzeitiger Hautalterung bis hin zu Hautkrebs.

UV-B-Strahlung dringt bis in die Lederhaut ein. Sie setzt die Bildung von Melanin in Gang und unterstützt die Vitamin-D-Synthese. In zu hohen Dosen "genossen" sorgt sie für die Entstehung des Sonnenbrandes und einer Verdickung der Hornschicht (Lichtschwiele).

Auch ein Teil der Infrarot-Strahlung trägt zur vorzeitigen Hautalterung bei.


Unsere Haut baut einen Schutz vor dieser Strahlung auf, indem sie die Melaninproduktion

(ein dunkles Hautpigment) erhöht. Dieses legt sich schützend um die Zellkerne.

Braune Haut bildet einen geringen Schutz gegen UV-Strahlung.



Gesunde Bräune gibt es nicht. Sie ist immer Ausdruck einer Abwehrreaktion der Haut.


Die Haut sollte langsam an die Sonne gewöhnt werden.

Der beste Schutz ist eine gesunde Haut, die gut mit Antioxidantien (sekundäre Pflanzenstoffe) versorgt ist, entsprechende Kleidung, eine gute Sonnenbrille, Hut und der Aufenthalt im Schatten bei der größten Hitze in der Mittagszeit, wenn der UV-Index am höchsten ist.

Antioxidantien neutralisieren freie Radikale, die bei UV-Strahlung entstehen können. Wir finden sie in Obst und Gemüse und versorgen die Haut von Innen. Für die äußerliche Versorgung der Haut gibt es Cremes, die Antioxidantien enthalten.

Die unbedeckten Körperteile sollten mit einer Sonnencreme geschützt werden.

Dick eincremen, ungefähr 5 Esslöffel für den ganzen Körper verwenden.

Cremes eignen sich besser als Sprays, da diese oft Nanopartikel enthalten, die nicht eingeatmet werden sollten.


Was ist bei Sonnenschutzmitteln zu beachten?

Lichtschutzfaktoren

Der Lichtschutzfaktor (LSF) sagt aus, wie lange wir uns mit einer Sonnencreme in der Sonne aufhalten können, um vor UV-B-Strahlung zu ca. 93 - 98 % geschützt zu sein.

Bei allen Sonnencremes sollte zusätzlich ein UV-A-Logo angebracht sein.


Eine Creme mit LSF zwischen 15 und 30 reicht normalerweise aus.

Bei Menschen mit sehr heller Haut ist ein höherer LSF sinnvoll.

Ein LSF von 15 schützt zu 94%, ein LSF von 30 schützt bis zu 97% - der Unterschied ist nicht sehr groß.

Der Schutz vor UV-A-Strahlung beträgt ungefähr ein Drittel des angegebenen LSF.


Pflanzliche Öle weisen meist einen niedrigen Lichtschutzfaktor auf und schützen nur vor UV-B-Strahlung.

Kokosöl z.B. LSF 4-7

Olivenöl LSF 5-7

Avellanaöl und Kukuisnussöl bis LSF 10

Sie eignen sich aber gut als After-Sun-Pflege, um die Regenerationsfähigkeit der Haut zu unterstützen.


Mineralische Sonnenschutzmittel ohne Nanopartikel.

Sie liegen auf der Haut und reflektieren wie kleine Spiegel die UV-Strahlung.

Zinkoxid filtert neben UV-B- auch UV-A-Strahlung. Titanoxid hauptsächlich UV-B-Strahlung.

Beide Oxide werden gut vertragen, Allergien sind nicht bekannt. Für Kleinkinder sind sie gut geeignet. Ihr Nachteil ist das „Weißeln“ auf der Haut.

Bei mineralischen Sonnencremes darauf achten, dass Zinkoxid und Titanoxid enthalten sind!

Neueste Untersuchungen zeigen jedoch, dass beide Stoffe unter Sonneneinstrahlung freie Radikale bilden können. Manche Hersteller beschichten deshalb mit Silikon oder Aluminiumhydroxid um dieses zu verhindern.

Auch sie schädigen möglicherweise Wasserorganismen, vorallem in Nanogröße!

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Chemische Filter dringen in tiefere Hautschichten vor und wandeln dort die UV-Strahlen in Wärme oder in sichtbare Strahlung um.

Einige UV-Filter werden zur Zeit neu bewertet, da sie im Verdacht stehen hormonell zu wirken. Dazu gehören u.a. Octocrylen und Homosalat. Rückstände davon sind im Blut, in der Muttermilch, in Seen, Meeren zu finden. Sie sind u.a. mit verantwortlich für das Korallensterben und in Hawaii seit 2019 verboten.

Es gibt unzählige chemische Filter.

In diesem Link finden Sie alle gängigen Lichtschutzfilter mit ihren Vor- und Nachteilen aufgelistet.


Und hier gibt es Vergleiche von Sonnenschutzmitteln.


und ein Test von Öko-Test aus 2021


Wer sich vor der Sonne und das Meer vor Chemikalien schützen will, kann zu strahlungsarmen Tageszeiten mit niedrigem UV-Index (unter 3) ohne Sonnenschutzmittel baden, in den frühen Morgenstunden und dem späten Nachmittag. Auch Badekleidung mit UV-Schutz kann den Eintrag von Sonnencreme in die Meere reduzieren.

 

Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen möchten, finden Sie weitere Informationen in den Blog-Beiträgen "Sonnenschutz Teil III - UV-Strahlung, Vitamin D"

"Sonnenschutz Teil II - Hauttyp, Eigenschutzzeit, UV-Index"

 

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