Wilde Möhre - Vogelnestchen - die Urmutter aller Möhren
- 23. Sept. 2021
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Aktualisiert: vor 21 Stunden
Daucus carota - Familie der Doldenblütler

Sie ist eine meiner Lieblingspflanzen.
Das ätherische Öl und das Pflanzenwasser sind für unsere Haut beide wohltuend, wie kaum eine andere Pflanze.
Sie wirken regenerierend und nährend bei strapazierter und trockener Haut, helfen bei Ekzemen und Couperose, lindern Juckreiz und Entzündungen.
Das ätherische Öl hat einen sehr charakteristischen Duft, warm und erdig, tiefgehend. Ich liebe ihn sehr!
Ingeborg Stadelmann assoziert mit dem Duft Nähe, Wärme, Geborgenheit, Schutz und Nahrung. Das ätherische Öl soll die Milchbildung anregen, es wirkt entspannend, zentrierend.
Im Handel wird Karottenwasser angeboten, das im Herbst aus den kleinen Samen zu ätherischem Karottensamenöl und zu Karottenwasser destilliert wird.
Mein Karottensamenwasser destilliere ich einmal aus dem blühenden Kraut im Sommer. Die Samen destilliere ich im Herbst und mische beide Wässer
(nach einer Empfehlung von Susanne Fischer-Rizzi, die sich auf Tabernaemontanus bezieht).
Roger Kalbermatten von der Firma Ceres empfiehlt die Urtinktur bei Zerstreutheit und Antriebsschwäche. Er schreibt, dass die wilde Möhre hilft Energie auf das Wesentliche, auf das Zentrum zu lenken.
Bereits in der Antike wurde sie als Heilmittel verwendet. Im Mittelalter als harnteibendes, mentruationsförderndes Mittel, zur Milchbildung nach der Geburt, aber auch bei Blähungen und bei Wurmbefall.
"Queen Annes's Lace" -die Spitzen der Königin Anne, wird sie auch genannt. Ihre zarten Blütenstände erinnern an feine textile Spitzen.
Die wilde Möhre ist gut an ihrem dunklen, manchmal auch dunkelroten Punkt genau im Zentrum des weißen Blütenstandes zuerkennen, der an einen Blutstropfen erinnert. Königin Anne soll sich bei ihren Spitzen-Arbeiten am Finger verletzt haben.
Dieser dunkle Punkt wurde früher auch als "Mohr" bezeichnet - daher soll sich der Name "Mohrrübe" herleiten. Mit ihm signalisiert die wilde Möhre "hier sitzt schon jemand" und lockt dadurch Insekten an.
Typisch für die wilde Möhre sind die Blütendolden, die an ein offenes (kurz vor der Blüte) oder an ein geschlossenes (nach der Blüte zur Samenreife) Vogelnest erinnern. Dann sind auch gut die langen Hüllblätter erkennbar (siehe Foto). Auch bei schlechtem Wetter zieht sie ihren Blüten- und Samenstand zu einem kleinen Nest zusammen, so als wollte sie ihre Nachkommen schützen.





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