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Frauenmantel - Schutzmantel für uns Frauen und Kraut der Alchemisten

Aktualisiert: 28. Juni 2021

Alchemilla vulgaris - Familie der Rosengewäche


Taubecherl, Muttergottesmantel, Liebfrauenmantel, Milchkraut, Alchemistenkraut sind einige alte Namen für den Frauenmantel. Er war immer der "Kraft- und Schutzmantel" der Frauen. Schon durch seine gefältelten Blätter erinnert er an einen Mantel oder Umhang.

Wie alle Rosengewächse ist auch der Frauenmantel den Fruchtbarkeits- und Muttergöttinnen Venus, Aphrodite, Freya oder Frigga zugeordnet. Den Göttinnen der Liebe, Schönheit und Sinnlichkeit, dem Inbegriff der Lebenslust.

Bereits der Name "Frauenmantel" deutet darauf hin, dass diese Pflanze uns Frauen fast unser ganzes Leben lang begleitet. Bei den Alchemisten war vorallem ihr Guttationsstropfen sehr begehrt, den wir in der Blattmitte finden können. Mit Hilfe dieses "Himmelswassers" versuchten sie den "Stein der Weisen" herzustellen.

Das Himmelswasser entsteht, weil Wasser über die Wurzeln bis zu den Blättern transportiert und dort über spezielle Drüsenzellen wieder ausgeschieden wird. So werden auch die Blätter mit Nährstoffen und pflanzlichen Säften versorgt - eine pflanzeneigene Destillerie!

Noch eine Besonderheit ist, dass sich der Frauenmantel selbst befruchtet. Die Blüten werden nicht bestäubt, trotzdem bilden sich Samen. Aus der Mutterpflanze entstehen Töchterpflanzen - eine Jungfernzeugung!

Bereits im Mittelalter und später in der Volksheilkunde wurde der Frauenmantel als Heilkraut eingesetzt.

Himmelstau bei Sonnenaufgang gesammelt sollte für immerwährende Schönheit und lange Fruchtbarkeitheit sorgen. Es wurde zur Blutstillung verwendet, bei Brüchen und äußeren Wunden.

Aber schon damals war es besonders als Frauenheilmittel geschätzt und bei Kinderwunsch, Schwangeren, Wöchnerinnen und Frauenbeschwerden aller Art als Auflage, Tee oder Badezusatz angewandt.

Waschnungen und Auflagen mit Frauenmantelwasser sollten weiche Brüste wieder straffen, so hieß es.

Ein anderer Tipp lautete: morgens mit bloßen Füßen Frauenmantel suchen und das Himmelstau schlürfen - das sollte bei Kinderwunsch hilfreich sein.

Tatsächlich enthält Frauenmantel Gerbstoffe, die blutstillend und entzündungshemmend wirken. Sie dienen der Pflanze als Schutz gegen Fäulnis und Schädlinge. Gerbstoffe werden zum Gerben von Leder verwendet. Sie machen Tier-Häute undurchlässig und zäh.

durch ihre Eiweiß-bindende und zusammenziehende Eigenschaften machen sie die Haut unempfindlicher. sie können im Tee bei Magen-Darm-Problemen oder äußerlich, z.B. als Badezusatz oder Auflage bei entzündlichen Hautzuständen.

Außerdem finden wir Phytohormone, die unserem Progesteron ähnlich sind und das Gelbkörperhormon stimmulieren sollen. Er wirkt hormonell ausgleichend bei einem unregelmäßigem Zyklus, Gelbkörperschwäche, Bindegewebsschwäche und Wechseljahresbeschwerden.

Frauenmantel wirkt krampflösend, abschwellend

Das Pflanzenwasser als Destillat kann bei trockener und gereizter Haut verwendet werden, aber auch die reife Haut profitiert von den antioxidativen Eingenschaften des Wassers.

In meiner Kosmetik verwende ich es im Rosenblüten-Gesichts- und Körperspray.









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