"Ach du Grüne Neune" - Frühlingskraft durch wilde Kräuter

Anregungen für eine Frühlingskräuter-Frühjahrskur




Wir sind da! Rufen die grünen Wilden im Frühling. Sie wecken unsere Lebensgeister, es ist die Zeit des spielerischen Neubeginns, aber auch der inneren und äußeren Reinigung.

Lassen wir uns von dieser sprudelnden Energie mitreißen und schöpfen dankbar daraus Kraft um frischen Wind in unser Leben zu bringen.

Grünkraft - Frühlingskräuter sind voll von Mineralstoffen, Vitaminen, Ballast- und Bitterstoffen. Sie kräftigen Leber und Galle und regen dadurch den Stoffwechsel an. Sie wirken harntreibend, regen die Nierentätigkeit an, so können die Stoffwechselendprodukte gut ausgeschieden werden. Die Ballaststoffe aktivieren die Darmtätigkeit. Funktioniert die Verdauung, wird die Leber entlastet.

Unsere Haut freut sich über Bürstenmassagen und Peelings. Die Durchblutung wird angeregt, die Zellen werden gut mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt, zusätzliche Bewegung und Schwitzen unterstützen die Ausscheidung über die Haut. Die Haut wird reiner, klarer und gut durchblutet. Rezepte und Anleitungen finden Sie hier.


Die wilden Grünen schmecken als Zugabe im Salat, können als grüne Smoothies zubereitet oder als Teekur genossen werden.


Tee-Kuren regen durch ihre Inhaltstoffe den Stoffwechsel an, durch die vermehrte Flüssigkeitszufuhr können "Schlacken" ausgeschieden werden. Eine Tee-Kur sollte mindestens 3 Wochen, maximal 6 Wochen durchgeführt werden. Täglich werden 3 Tassen Tee getrunken, zusätzlich dazu noch ungefähr 1,5 bis 2 Liter Wasser. Aus Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Gänseblümchen oder Taubnesseln und Schlüsselblumen eine Mischung bereiten, zusätzlich können noch Birkenblätter, Schafgarbenblätter oder Holunderblüten oder auch ein paar Pfefferminzblätter (für den Geschmack) in den Tee. Ein TL Kräuter auf eine Tasse kochendes Wasser, 10 Minunten zudeckt ziehen lassen.

Bioläden bieten eine große Auswahl angetrockneten Kräutern und auch Mischungen für "Entschlackungstees".



Grüne Smoothies: verschiedene wilde Kräuter, z. B. Bärlauch, Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Spitzwegerich, Gartenkresse, Taubnessel waschen und in einen Hochleistungsmixer geben (ungefähr zur Hälfte füllen). Eine halbe Banane und einen kleinen Apfel kleinschneinden und 1 Glas Wasser dazugeben. Alles zusammen gut durchmixen. Der Smoothie kann mit Buttermilch und/oder etwas Agavendicksaft bereichert werden. Gleich trinken! Wird er lange aufbewahrt verlieren sich die guten Inhaltsstoffe zum Teil.



anasegota Foto pixabay

Im Folgenden stelle ich einige Kräuter vor, die grade in Moosach zu sprießen beginnen:


Der Bärlauch - Blätter, Blüten, Zwiebel und auch die jungen Samen sind essbar. Er schmeckt intensiv nach Knoblauch.

Enthält viel ätherische Öle und Schwefelverbindungen, Vitamin C, Mineralstoffe und Spurenelemente.

Regt die Galle an und unterstützt so die Verdauung, unsere Darmbakterien lieben ihn!

Täglich frisch sammeln, auf dem Butterbrot, im Salat oder im Smoothie genießen. Einen Ölauszug, Essig oder ein Bärlauch-Pesto herstellen. Schmeckt auch im Frischkäse sehr lecker!

Gekocht verliert er einen Teil seiner Wirkstoffe!


Die Brennnessel, unsere "Superfood"-Pflanze

Im Frühjahr die jungen frischen Triebe sammeln. Sie enthalten viel Mineralstoffe (Eisen, Kalium, Kieselerde u.a.) Vitamine und Chlorophyll.

Bennnesseltee hat eine harntreibende Wirkung und aktiviert die Nierentätigkeit.

Sie können Brennnesseln wie Spinat verwenden oder in einem Wildkräuter-Pesto verarbeiten.

Aus den etwas größeren Blättern lassen wunderbare, gesunde Chips herstellen.

Weitere Informationen zur Brennnessel erhalten Sie hier.


Der Giersch, das gefürchtete Gartenunkraut kann in den Salat oder als Gemüse gegessen werden. Schmeckt auf im Tee. Blätter und Blüten sind essbar. Er schmeckt entfernt nach Petersilie. Wie alle Wildkräuter enthält auch er viele Mineralstoffe (Kalium, Magnesium, Zink u.a.) und Vitamine. Auch er regt die Nierentätigkeit an und wirkt dadurch harntreibend und stoffwechselanregend.


Der Löwenzahn - essbar sind Blätter, Stängel, Blüten und die Wurzel. Durch seine vielen Bitterstoffe stärkt er Leber und Galle, seine Mineralstoffe unterstützen die Niere und regen die Harnausscheidung an. Genießen Sie ihn im Tee oder im Salat.


Das Gänseblümchen - Tausendschön, die kleine Schwester der Arnika, schmeckt leicht nussig. Blätter, Blüten und Knospen können gegessen werden. Auf einem Butterbrot, im Salat sieht sie sehr schön aus oder auch im Kräuterquark oder auf die Suppe gestreut. Sie enthält Gerb-, Bitter- und Schleimstoffe, die für eine gute Verdauung sorgen und wie alle Wildkräuter Mineralstoffe und Vitamine, Pflanzenfarbstoffe.


Auch das wohlriechende Veilchen hat viel zu bieten. Es enthält ätherische Öle, Pflanzenfarbstoffe, Bitterstoffe und Vitamine. Blüten und Blätter eignen sich als Zugabe zu Salaten, die Blüten sehen auf einer Nachspeise oder auf einem Kuchen wunderschön aus.


Die Gartenkresse sprießt grade an allen Ecken in meinem Garten. Durch die Senfglykoside schmeckt sie schön scharf, außerdem enthält sie viel Vitamin C. Passt wunderbar in den Salat, den Kräuterquark und auf Gemüse und Suppen.


Sauerklee enthält neben Vitamin C auch recht viel Oxalsäure, wie Rhabarber oder Sauerampfer. Er sollte deshalb nur in Maßen frisch gegessen werden. Ein paar Blättchen im Salat geben einen fein-säuerlichen Geschmack.


Die Taubnessel - die Sanfte. Sie ist leicht mit der Brennnessel zu verwechseln, gehört aber einer anderen Gattung an, hat keine Brennhaare und blüht in den Farben weiß, rot und gelb. Sie enthält Saponine, Flavonoide, Gerbstoffe und ätherische Öle. Sie schmeckt im Gemüse und im Kräutertee.


Das Wiesenlabkraut gehört wie der Waldmeister zu den Rötegewächsen, d.h. seine Wurzeln färben rot. Es gibt viele Arten, die alle essbar sind. Wie der Waldmeister, hat es viele kleine "Blattquirlen", die rund um den kantigen Stiel wachsen. Auch es enthält u.a. Mineralstoffen, ätherische Öle, Gerbstoffe und Flavonoide, Labkräuter schmecken als milde Salatzutat, im Smoothie, im Tee oder im Gemüse gedünstet.


Auch der persische Ehrenpreis streckt schon seine ersten Fühler aus. Welche Inhaltsstoffe er enthält und ein Rezept für den "Nimmerweh-Balsam" finden Sie hier.


Schafgarbe - Augenbraue der Venus - auch eine große Heilerin. Sie ist in allen Teilen essbar, am besten schmecken die kleinen gefiederten Blättchen im Frühjahr. Sie stillt Blutungen, mildert Krämpfe, fördert mit ihren Bitterstoffen den Gallenfluss und wirkt entzündungshemmend. Im Salat oder als Tee in der Frühjahrskur verwenden.


Weitere Rezepte finden Sie hier.



Nur sammeln, was Sie wirklich erkennen!

Die beschriebenen Heilwirkungen von Heilpflanzen und deren Anwendung haben ausschließlich informativen Charakter.

Ich übernehme keine Garantie und Haftung für die genannten Anwendungsmöglichkeiten.

Ich empfehle hinsichtlich eigener Anwendung ausdrücklich Rücksprache mit einem Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker.




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